Die Instagram Creator Profile sind da

Seit dem Wochenende sehen immer mehr Instagram Nutzer in Deutschland beim App-Start die Frage, ob sie zu einem Creator-Account wechseln wollen. Primär scheint das Profile zu betreffen, die über 10.000 Follower haben und entweder ein privates Profil betreiben oder sich selbst bestimmten Kategorien des Business Profils zuordnen.

 

Die Funktionen des Creator Accounts unterscheiden sich minimal von denen des Business Accounts. Besonders hervorheben kann man eigentlich nur die Statistiken zur Followerentwicklung, bei der jetzt erstmals aufgeschlüsselt wird, wie viele Follower pro Tag gegangen und wie viel hinzu gekommen sind.

Zudem gibt es Einstellungen im Account mit denen der Creator beeinflussen kann, wer ihm schreiben kann und auf welchem Weg die Kontaktaufnahme stattfindet. Das dürfte vor allem für alle Nutzer sinnvoll sein, die mit deutlich fünfstelligen Followerzahlen jeden Tag unter einer Flut von Nachrichten und Anfragen begraben werden.

 

Drei weitere kleine Veränderungen:

 

  • eine passende Facebook Seite ist keine Pflicht
  • die Kategorie des Profils muss zwar gewählt werden, kann dann aber ausgeblendet werden
  • die Kontaktmöglichkeiten können eingeschränkt werden, eine Kontaktmöglichkeit ist jedoch Pflicht

 

Das Instagram neben dem normalen und dem Business Account jetzt auch noch einen Creator Account einführt, dürfte strategische Gründe haben. Seit der Einführung des Business Accounts hält sich das – vielfach widerlegte – Gerücht, dass bei dieser Kontenform die Reichweite der Beiträge und Stories eingeschränkt wird. Gleichzeitig ist der Business Account bisher aber auch die Eintrittskarte in die Facebook und Instagram Werbeanzeigenwelt.

 

Etwas unklar bleibt für den Außenstehenden die Rolle des „Creators“ im Facebook Universum. So hatte das Unternehmen erst vor wenigen Monaten die ehemalige „Mentions App“ für Promis und VIPs in eine „Creator-App“ für alle Nutzer überführt, um diese dann aber komplett einzustampfen. Gleichzeitig gibt es mit dem Facebook Creator Studio eine Desktop Version, welche auch wieder für jeden Nutzer zur Verfügung steht. Wirklich exklusiv und abgegrenzt ist der Creator Begriff damit derzeit nicht. Der Schritt Creator-Profile nun nur bestimmten Nutzern anzubieten, steht dem etwas entgegen. Es bleibt also spannend.

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